Büchertexte / Verfügbarkeiten

Demokratie

SlotMoDiMiDoFr
9-12h Wegscheider, Voves (11-12h), Stingl Busek, Edlinger(-11h30) van der Bellen (ab 10h)
16-19h Kaltenegger Grossmann Schrittwieser Vollath (bis18h) Kogler

Erhard Busek

„Politik interessiert mich nicht, sie ist entweder fad oder dumm oder behandelt nicht die Probleme, die ich habe!

Das kann man heute sehr oft hören – und es ist auch etwas Wahres daran. Das ist aber der Grund, warum ich vor beinahe schon 50 Jahren in die Politik gegangen bin, denn nur, wenn man sich engagiert, kann man auch etwas verändern. Das ist möglich, wenn man Probleme aufgreift, die die Menschen berühren und die Sprache findet, die Hirne und Herzen erreicht.

Natürlich habe ich auch einiges falsch gemacht, aber das ist kein Grund, Politik abzulehnen. Der Schweizer Schriftsteller Max Frisch hat einmal gesagt: „Bürger sein heißt, sich in seine eigenen Angelegenheiten einmischen“!

Ich habe versucht, mich einzumischen….“

Ernest Kaltenegger

Veränderung beginnt mit Opposition.Gerade jetzt wird bei vielen Menschen der Wunsch nach einer Veränderung der politischen Verhältnisse immer stärker.

Egal, ob um Wirtschaft, Umwelt oder um den sozialen Zusammenhalt geht:

Wenn wir nicht gegensteuern fahren wir schnurstracks gegen die Wand. Das spüren immer mehr.

Ich möchte jedenfalls meinen Beitrag dazu leisten, dass dieses skrupellose Profitsystem überwunden wird.

Denn, „Zorn und Unzufriedenheit genügen nicht, so etwas muß praktische Folgen haben!“ (B. Brecht).

Siegfried Schrittwieser

Als Politiker sehe ich mich als Anwalt der Menschen, die nicht auf die Butterseite des Lebens gefallen sind. Ich komme ja selbst aus einer Arbeiterfamilie mit sechs Kindern und weiß daher über die Sorgen dieser Menschen gut Bescheid.

Seit meinem 16. Lebensjahr bin ich politisch tätig. Gerne erinnere ich mich heute noch an meine Erlebnisse in der Jungen Generation und in der Sozialistischen Jugend zurück. Die Erfahrungen dort haben mich geprägt.

In der Politik ist eines ganz wichtig: Du musst so sein, wie du bist! Man muss offen auf die Menschen zugehen und nicht an ihnen vorbeireden. In der Politik ist es wie im Leben: Man rappelt sich auf, hat Idealismus, Berufsziele, es geht aufwärts und dann passiert irgendetwas - schon geht es wieder abwärts. Problemen darf man aber niemals ausweichen, denn irgendwann wird man von ihnen eingeholt. Ich sage immer klar, ob etwas politisch machbar ist oder nicht.

Elisabeth Grossmann

Laut Max Weber bedeutet Politik … ein starkes, langsames Durchbohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich.

Leidenschaft und Augenmaß sind Werte, die ja noch recht klar sind und derer es in der Politik sicherlich bedarf. Aber was sind die harten Bretter?

Das Augenmaß ist nötig um die gesellschaftliche Verantwortung tragen zu können. Denn in allen staatlichen Funktionen – und damit allen voran gesellschaftlichen Funktionen – bedarf es des Augenmaßes, denn man handelt für die Menschen.

Der Leidenschaft bedarf es in der Politik sicherlich noch umso mehr – sowohl des Individuums „PolitikerIn“ als auch „der“ Gesellschaft! Denn gerade die Leidenschaft bringt uns dazu die angesprochenen harten Bretter zu durchbohren!

Die harten Bretter sind für mich der Grund politisch aktiv zu sein! Der Grund „etwas“ verändern zu wollen, die Gesellschaft gemeinsam schöner und ein Stück besser zu machen!

Manfred Wegscheider

Skiflug-Weltmeisterschaft Kulm Jänner 2006: „Hupo“ Neuper, begnadeter Organisator und – im positiven Sinne – völlig „Verrückter“ im Skisprungsport, hatte es geschafft: Sportgrößen wie Mark Spitz, Giacomo Agostini, Bob Beamon und vor allem Muhammad Ali waren zu diesem Großevent gepilgert!

Abseits der tollen Stimmung wird Manfred Wegscheider aber ein ganz besonderer, sehr berührender Moment für immer im Gedächtnis bleiben: Aug‘ in Aug‘ stand er Muhammad Ali gegenüber, und mit einem freundlichen Lächeln streckte der schwer kranke, aber trotzdem gut gelaunte Mann dem Sportlandesrat seine Hand entgegen.

Alexander van der Bellen

Was ist ein „echter Österreicher“, und ab wann?

Der „Professor“ ist in Wien geboren, aber weder Mutter noch Vater waren Österreicher.

Aufgewachsen in Tirol. Universitätslaufbahn in Innsbruck, Berlin und Wien, mit 50 in die Politik gegangen: Abgeordneter, Parteiobmann 11 Jahre lang, Rücktritt 2008, jetzt immer noch im Parlament.

Raucher, Hundeliebhaber, Bücherwurm und Comic-Fan (aber nur bestimmte); nimmt nicht alles furchtbar ernst.

Franz Voves

Ich konnte sehr viel aus meinem Sportlerleben – vor allem als Mannschaftssportler erst beim Fußball, dann beim Eishockey – lernen. Erfolg ist nur in der Teamarbeit, in der Akzeptanz der Stärken und Schwächen der Spieler möglich. Das lässt sich natürlich auf jede Form des Erfolges umlegen. Es ist ganz egal, ob es sich dabei um ein Eishockeyspiel, ein Unternehmen oder um die Steirische Landesregierung handelt.

Als Eishockeyspieler habe ich nicht nur gelernt, mit Niederlagen zu leben und mich in der Folge wieder schnell neu zu motivieren, sondern auch mit Siegen umzugehen. Denn bereits im Moment des Siegens wusste ich, dass das nächste Spiel schon wieder eine Niederlage sein konnte. Ich habe gelernt, nie überheblich zu sein.

Nur weil es im Moment gerade läuft, heißt das noch lange nicht, dass es morgen auch noch so sein wird.

Bettina Vollath

Ich kenne ihn nicht persönlich, aber man kann viel von ihm lernen: vom alten Fischer Konstantin im Dorf Loggos auf der Insel Paxos.

Als eines Nachmittags neben seinem Boot in der Sonne döste, wurde er von einem Mann gefragt, warum er denn nicht noch einmal zum Fischen ausfahre. „Wozu?“ war seine Gegenfrage, die zu folgendem Dialog führte: Um mehr zu verdienen. Und was dann? Wenn er genug verdient habe, könne er doch ein zweites Boot kaufen. Was soll ich mit einem zweiten Boot? Es an andere Fischer vermieten, und dann vielleicht ein drittes, viertes Boot kaufen, bis er eine kleine Fangflotte habe. Und dann? Dann könne er sich doch in der Sonne ausruhen.

„Sehen Sie“, sagte Konstantin: „Genau das tue ich jetzt auch.“

Elke Edlinger

Graz. 4. Mai 2010. Frühmorgens. Ein regnerischer Tag. Straßenbahn von Puntigam in die Innenstadt. Überfüllt. Gesichter, die aus den Fenstern blicken. Gesichter, die auf den Boden blicken. Gesichter, die ins Leere blicken. Ein Jugendlicher telefoniert. Genervte Blicke. Eine Frau mit Kinderwagen steigt ein. Verständnislose Blicke. Ein alter Mann tut sich schwer, sich anzuhalten. Niemand steht auf. Eine junge Frau starrt nervös auf ihren Blackberry.

Graz. In der Straßenbahn. Frühmorgens an einem regnerischen Tag.

Das Wetter wird auflockern. Aber: Was braucht es, dass die Menschen in Graz lächeln?

Werner Kogler

Der Einsatz um Gerechtigkeit ist seit meinem Einstieg in die Politik der Motor, der mich antreibt - schon als Grazer Gemeinderat bei der Unterstützung von Menschen gegen Benachteiligungen und/oder Behördenwillkür. Später im Nationalrat – zum Beispiel beim Kampf gegen die Abfangjäger und die damit in Zusammenhang stehenden Eurofighter-Lobbyisten – habe ich mich auch von tatsächlichen Bedrohungen nicht einschüchtern lassen. Genauso wenig wie bei der Aufdeckarbeit bei den Bankenskandalen im Kampf gegen die Ostmafia - . das Ziel, für eine bessere, für eine fairere, für eine gerechtere Welt einzutreten, soll nie verloren gehen.

Aber auch die großen Zukunftsthemen wie die ökologische Nachhaltigkeit beinhalten mein zentrales Motiv Gerechtigkeit: Es geht um die jetzt Jungen und um die Überlebenschancen der künftigen Generationen!

Alfred Stingl

Mit und für Menschen zu arbeiten, am Gemeinwohl und an der Entwicklung unserer Stadt Graz mitzuwirken, gab und gibt meinem Leben - über die Familie hinaus - einen tieferen Sinn.

Das Vertrauen vieler Menschen war und ist es, was das Engagement insbesondere im Sozial und Kulturbereich, in Fragen der Menschenrechte und der internationalen Positionierung unserer Stadt möglich machte.

Kabarett

SlotMoDiMiDoFr
9-12h Willnauer (bis 13h) Itaj Lukas (ab 10)
16-19h Willnauer Itaj

Jörg-Martin Willnauer

Wir kennen das: Im Hochhaus kommen und gehen ständig neue Mieterinnen und Mieter. Freunde von mir wohnen im Elisabethhochhaus und jedes Mal wenn ich sie besuchte, finden sich neue Namensschilder am Tableau. So weit so bekannt. Was aber passiert, wenn ein ganzes Land über Nacht neue Nachbarn bekommt ? Zum Beispiel Österreich…

Begleite das Buch auf seinem Weg durch eine Realität, die nur auf den ersten Blick fantastisch anmutet.

Leo Lukas

Ich schreibe hauptsächlich Science Fiction und Satire.

In beiden Genres scheitere ich permanent, weil sich die Realität immer wieder als noch fantastischer, verrückter und böser entpuppt.

Meine prophetischen Fähigkeiten sind also recht limitiert. Es lässt sich aber, hoffe ich, mit mir ganz angenehm plaudern und spintisieren.




Gazmend Itaj

Meine Frau trägt kein Kopftuch und macht trotzdem Terror.

Wie soll ich von einer Gesellschaft erwarten das Sie offen und ohne Vorurteile für andere Kulturen ist, Wenn Sie nicht einmal in der Lage ist die eigenen Mitbewohner/Nachbarn im Haus kennen zulernen. Es ist abschreckend wie sich andere Länder und Menschen vorschreiben lassen wer Gut und Böse ist.

Wie immer schafft die USA ein Feindbild und will es der ganzen Welt eintrichtern. Das von einer Nation deren Land auf Ausrottung der Ureinwohner und Kriminalität aufgebaut wurde und bis in die 60er Jahren Afro-Amerikaner als Menschen 2. Klasse sah.

Zu denken mein Land, meine Kultur, meine Religion ist die beste und alle anderen müssen das auch machen ist das schlimmste überhaupt.

Rassismus entsteht aus der Angst vor dem Fremden. Was der Bauer nicht kennt…..

AusländerInnen/MigrantInnen

SlotMoDiMiDoFr
9-12h Heschl, Prein, Ankomah Steinhuber, Prein Steinhuber, Prein Najawi, Kusturica, Prein Najawi, Kusturica, Prein
16-19h Heschl(bis 18h), Kanik-Richter, Prein Prein, Ohernhen Steinhuber, Prein, Schneekloth, Ankomah Najawi, Kusturica, Prein, Schneekloth, Ankomah Najawi, Kusturica, Prein, Schneekloth, Ankomah

Fred Ohenhen

Österreich ist ein Land von dem ich sehr wenig wusste. Ein Land, in dem ich nicht leben wollte – die Sprache – zu schwer, das Wetter zu kalt, die Menschen zu zurückhaltend, das Essen: zwar gut, aber am Abend kalt essen?! 2 , 3 Stück Brot, Radieschen, ein paar Blätter Schinken und Käse, 1, 2 Tomaten ? Nicht für mich……. Ich wollte nicht bleiben, sondern lieber weiterziehen – ich bin aber seit 20 Jahren da und habe es nicht einmal bereut, dass ich geblieben bin.

Ich lernte aber viele Menschen kennen, gründete eine Familie, lernte das Land mehr und mehr kennen und habe dadurch viele Freunde gewonnen. Mir ist klar, dass es viele Menschen gibt, die wenig Kontakt zu MigrantInnen haben und umgekehrt und daher glaube ich, dass wir in dieser Stadt, diesem Land, aber auch in dieser Welt Wege finden müssen, die die Menschen zu einander bringen. Menschen zusammenbringen, Vorurteile und Ängste abbauen und gegen Rassismus auftreten - das sind einige Ziele vom ISOP- Projekt IKU (dessen Projektleiter ich bin), das an Schulen und Kindergärten stattfindet.

Wolf Steinhuber steirische Bleiberechtsplattform

Es muss 1991 oder 1992 gewesen sein, eine Novelle des Fremdenrechts stand gerade an.

Ein Sektionschef im Innenministerium äußerte sich dazu wie folgt: „Die Situation für Flüchtlinge muss so unerträglich werden, dass niemand mehr nach Österreich flüchtet.“ – Ein Jahrzehnt vorher war der besagte Sektionschef noch ein wohlgelittener Querdenker in seiner Partei, und angeblich hat er die zitierte (und verbürgte!) Aussage gar nicht so gemeint.

Jedenfalls: Der Mann hat seinen Beruf verfehlt. Er hätte Wahrsager werden sollen.

Lisa Heschl

Europa – Mutter aller Menschenrechte

Europa – Hoffnung für Menschenrechte

Festung Europa – Menschenrechte?

Jährlich riskieren tausende von verzweifelten Flüchtlingen ihr Leben um das gelobte Land Europa zu erreichen – für viele endet dieser Versuch tödlich. Tagtäglich erreichen uns Nachrichten von ertrunkenen oder erstickten Flüchtlingen, die in der Hoffnung auf Sicherheit, Arbeit, ein besseres Leben ihre Heimat verließen um ihr Glück in Europa zu finden. Doch dieses Europa verschließt sich ihnen, es schottet sich ab. Das Europa, das über Jahrhunderte für Menschenrechte und deren Einhaltung kämpfte wurde zu einer Festung an deren Grenzen Menschenrechte systematisch aufgeweicht, ignoriert und verletzt werden.

Doch warum kann sich Europa von seinen menschenrechtlichen Verpflichtungen reinwaschen? Um welche Menschenrechte geht es? Und kann rechtlich etwas gegen diese Verstöße getan werden?

Jawid Najafi

Geboren 1990 in Afghanistan.

Jawid musste vor vier Jahren aus Afghanistan flüchten. Der Weg und der Zufall haben ihn nach Österreich gebracht. Seitdem lebt er in Wien und wartet auf die Entscheidung im Asylverfahren. Jawid ist einer der HauptprotagonistInnen des Films „Little Alien“.

Seit Oktober 2009 begleitet er den Film österreichweit in mehr als 100 politischen Diskussionen und Gesprächen mit SchülerInnen. Er möchte studieren und sein Leben in Österreich aufbauen. Er liebt Fußball und Billard und kann sehr gut kochen.

„Ich denke nicht an Gestern, das waren Schmerzen, ich denke nicht an Morgen, weil ich nicht weiß, ob ich in Österreich bleiben darf oder nicht. Ich denke nur an Heute, weil ich versuche mein Leben frei zu leben.“

Nina Kusturica

Geboren 1975 in Mostar, Bosnien-Herzegowina, aufgewachsen in einer Künstlerfamilie in Sarajevo. 


Seit dem Ausbruch des Krieges in Bosnien-Herzegowina im Jahr 1992 lebt sie in Wien. Regie- und Schnitt-Studium an der Filmakademie. Realisation mehrerer Dokumentar- und Spielfilmprojekte. Nina Kusturica schreibt Artikel für Zeitschriften und Publikationen und leitet Regie- und Schnitt-Workshops.

Ihren aktuellen Kinofilm „Little Alien“ über unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, begleitete sie in mehr als 100 Diskussionen zum Thema Flucht, Asyl, Menschenrechte, dokumentarische Ethik und Filmemachen. Mit ihrer Arbeit möchte sie einen Beitrag dazu leisten, eigenständige Gedankenprozesse und eine (medien-, mehrheits-)unabhängige Meinungsbildung anzuregen.

Nuray Kanik-Richter

Als ich nach Österreich kam, dachte ich, dass ich mit meiner Persönlichkeit, mit meinen guten und schlechten Seiten, mit meinen positiven und negativen Eigenschaften akzeptiert und bewertet werde.

Leider war die Realität anders. Die Menschen haben schon ein Bild über mein Land, meine Kultur und meine Religion in ihren Köpfen gehabt und haben versucht, mich nach ihren Bildern zu bewerten.

Ich war mit meiner Persönlichkeit nicht so wichtig, nur ihre Bilder und Vorurteile standen im Vordergrund.

Ich versuche immer noch zu zeigen, dass diese Bilder nicht immer real sind, und dass man die Menschen nicht nach Klischeebildern bewerten soll.

Joko Prein

Verschiedene Kulturen Chinas

Als Kind, sang ich im Kindergarten ein Lied, von der Gleichheit aller Völker in meinem Land. Ich wuchs in einer rein Han-chinesischen Gegend auf, andere Völker waren mir gleich fremd, wie die westliche Welt. In der Schule lernte ich in Geschichte, dass in unserem Land noch 55 andere Minderheiten leben. Hui, Tibeter, Mongolen, Zhuang, Miao, und so weiter. Verschieden und doch gleich, Chinese! Ich hatte einen Traum, frei in diesem Land zu wandern um anderes Leben kennen zu lernen. Nach dem Studium machte ich mich auf den Weg, und lebte in verschiedenen Kulturen Chinas. Dabei wurde mir ganz klar, dass der Name Chinas nicht alleine den Han-Chinesen gehörte, sondern mehr als 90000000 Menschen von Minderheitsgruppen. Heute lebe ich in Österreich, ein für mich noch freieres und bunteres Land mit vielen Nationen und Kulturen. Wesentlich für mich, egal woher man kommt, welche Religion man wählt, welche Hautfarbe man hat. Wir haben alle einen Namen.

Mensch!

Hylia Schneekloth

Der heilige Augustin hat sich einmal gewundert, was „Zeit“ ist.

Die Frage hat er sich gleich mit der folgenden Aussage beantwortet: „Ich glaube, ich weiss es - so lange mich niemand fragt. Aber sobald mich jemand fragt und ich es erklären will, weiss ich es nicht mehr.“

Den meisten Menschen erginge es wohl bei der Erklärung von „Heimat“ gleich.Alle haben wir unbewusst eine Vorstellung von Heimat. Soll der Begriff jedoch definiert werden, wird es schwierig.

„Ich fühle mich wie ein Blatt auf einem Fluss“. Eine Migrantin erzählt.

John Ankomah

Ich bin vor knapp 19 Jahren durch Umwege von Ghana nach Österreich gekommen. Österreich war für mich unbekannt, ich wusste nicht, dass Österreich eine Republik ist. Also Österreich, dachte ich, ist ein Ort in Deutschland.

Damals waren Rassismus und Vorurteile Fremdworte für mich. Doch bereits bei der ersten Bewerbung erfuhr ich, was diese Wörter bedeuten. Obwohl ich von Ghana eine gute berufliche Qualifikation mitbrachte, gab es für mich keine Möglichkeit in Österreich eine adäquate Stelle zu bekommen. Im Gegenteil, ich musste hier von ganz unten beginnen. Neben der Arbeit in Fabriken absolvierte ich abends oder am Wochenende verschiedene Ausbildungen (Import-Export-Lehrgang, Programmierer, Sozial- und berufspädagogischer Trainer) und konnte schließlich beim Verein ISOP im interkulturellen Bildungsbereich Fuß fassen. Nebenbei bin ich als interkultureller Trainer für diverse Institutionen tätig. Diese Beschäftigungen sind mir ein besonderes Anliegen, weil ich so bei vielen Menschen ein Umdenken und eine andere Haltung gegenüber Fremden erreichen kann.

Meine wunderbare Familie und meine Freunde waren und sind in meinem Leben meine wichtigste Stütze.

Soziale Armut

SlotMoDiMiDoFr
9-12h Haus Rosalie, VinziNest Vinzidorf, VinziNest Vinzidorf, VinziNest Vinzidorf, VinziNest Vinzidorf
16-19h Haus Rosalie, VinziNest Vinzitel, VinziNest Vinzitel, VinziNest Haus Rosalie, Vinzitel, VinziNest Haus Rosalie, Vinzitel

VinziDorf Manfred Rupp

NICHT MEHR OBDACHLOS! Nach Jahren der Unsicherheit, der Ungewissheit, was man am nächsten Tag essen wird, wo man die nächste Nacht schlafen wird, ob man etwas Warmes zum Anziehen hat, endlich einen Ort, wo man sich zurückziehen kann: Eine Adresse, einen „Wohnungsschlüssel“, ein warmes Bett, Blumen am Fensterbankerl und das Gefühl „daheim“ zu sein.

Bewegende Geschichten aus bewegten Leben erzählen Bewohner aus dem VinziDorf.

Vinzinest Gustl Eisner / Eva Wenzel

„Wer in der Fremde lebt, kein Bett hat in dem er schlafen kann und keine Arbeit findet, der ist auf de Hilfe von Menschen angewiesen, die mit ihm fühlen und etwas für ihn tun.

Das VinziNest ist aus einer Initiative der Vinzenzgemeinschaft hervorgegangen, die im Jahre 1992 hundert Flüchtlinge in einem Zeltlager in Eggenberg beherbergt hat und versteht sich als Notschlafstelle für Ausländer. 90 Personen erhalten dort täglich eine warme Mahlzeit und haben die Möglichkeit, dort ihre Wäsche zu waschen.“

Vinzitel Uli Silberschneider

„Heimat ist zerbrechlich“

„Was muss eigentlich passieren damit ich kein Dach mehr über dem Kopf habe? Und was muss passieren, dass ich keinen einzigen Freund mehr habe bei dem ich Zuflucht finden kann?“

Alkohol, Drogen, Haft, Scheidung. Das ist nur ein Ausschnitt aus den schwierigen Lebenssituationen aus denen BewohnerInnen des VinziTels kommen.

Im VinziTel haben diese Menschen die Möglichkeit ein Dach über den Kopf zu bekommen und öfter auch mehr. Ein Ort menschlicher Wärme- eine respektvolle Atmosphäre- Ansprechpartner und letztlich professionelle Hilfe um wieder Fuß im Leben zu fassen.

Im Bücherdorf werden ein ehemaliger Bewohner und MitarbeiterInnen des VinziTels für Gespräche zur Verfügung stehen.

Haus Rosalie Brigitte Maitzen

Den Ärmsten ihre Würde zurückgeben (Soeur Rosalie).

Weibliche Obdachlosigkeit tritt weniger offen zutage, als männliche. Frauen „schlüpfen“ schnell einmal bei Freundinnen unter oder liefern sich Männern aus, nur um ein Dach über dem Kopf zu haben.

Frauen und auch ihren Kindern einen geschützten Platz zu geben, an dem sie verweilen, ausrasten können, wo sie wieder Mut für ihr weiters Leben fassen können, das sieht das Haus Rosalie als seine Aufgabe.

MitarbeiterInnen des Hauses Rosalie werden erzählen.

Spezielle Berufe/Berufung

SlotMoDiMiDoFr
9-12h Fritz, Wuchse, Markfelder Fritz, Markfelder Fritz, Staudinger, Urdl, Wuchse Wuchse, Köstl Wuchse
16-19h Sperl, Markfelder Sperl, Köstl, Markfelder Fritz, Sperl, Staudinger, Urdl Sperl, Wuchse Sperl, Urdl, Graf

Hannes Urdl

mit einem rote nasen clowndoctor in zivil reden.

übers leben, über spaß, über krankheit und gesundheit,

über fettnäpfchen

überraschung und aus.

Heinrich Staudinger

Ein Freund meinte einmal zu mir, die Sowjetunion sei zugrunde gegangen, weil nicht mehr genug Menschen an dieses System geglaubt haben. Auch bei uns glauben immer weniger Leute an unser System.

Dass meine Waldviertler Schuhwerkstatt überlebt hat und GEA als ökologische Firma derart erfolgreich ist, hängt neben vielen andern Faktoren auch damit zusammen, dass ich daran geglaubt habe.

19 jährig fuhren Reinhold und ich, mit den Mopeds von Schwanenstadt nach Tanzania, um dort den Dr. Watschinger in seinem Spital zu besuchen. Dass ich, 35 jahre später, einen wichtigen Beitrag dazu leisten darf, dass dieses Spital auch jetzt überleben kann, ist mir ein großes Glück im Leben.

Bruno Sperl

MANAGER IN DER MANEGE

Führungsanspruch glaubwürdig zu vertreten ist eine komplexe Aufgabe, erfahrungsorientiertes Lernen mit Pferden ist eine wirkungsvolle Methode zur nachhaltigen Kompetenzerweiterung.

Es gibt nämlich eine Besonderheit, die man in der Kommunikation mit Pferden lernt: Pferde orientieren sich vertrauensvoll an respektgebietendem Verhalten

Harald Fritz

Dieses Buch gibt Einblicke in die Faszination, Schönheit und Power des Tai Chi Chuan. Der Autor lernt und lehrt Tai Chi seit vielen Jahren und beantwortet unter anderem Fragen wie:

Was ist Tai Chi genau?

Woher kommt der Name? Wo und Wie kann man das lernen?

Was unterscheidet sein Tai Chi von den anderen Tai Chi Stilen ?

Was ist Yin und Yang?

Was unterscheidet Tai Chi von anderen sportlichen Disziplinen (Gymnastik, Kampsport etc.)

Wie lange brauche ich bis ich Tai Chi selbsttätig praktizieren kann?

Nützt Tai Chi zur Selbstverteidigung?

Hilft Tai Chi auch bei Stress, Burnout und anderen Erkrankungen?

Melitta & Ludwig Wuchse

„Gerechtigkeit und Friede küssen sich“ heißt es im Psalm 85. Der Traum von Gerechtigkeit und Frieden im Einklang mit der Schöpfung hat uns schon immer bewegt. Als wir 1987 nach einem Kongress bei Sao Paulo in einer Favela MigrantInnen und Marginalisierten begegnet sind und ihren Schmerz und ihre unerschütterliche Hoffnung kennengelernt haben, war es für uns nur sehr schwer in unsere „alte Welt“ zurückzufinden. Geblieben sind innige Kontakte mit liebevollen Menschen und das Bedürfnis mit ihnen unseren „Reichtum“ zu teilen. Wer mehr davon erfahren möchte, kann in unserem Lebensbuch nachblättern.

Marianne Graf

Als Absolventin von UNI-Lehrgängen für Entwicklungspolitik und Weltwirtschaft führte sie der Zufall nach Albanien. Betroffen von der Hoffnungslosigkeit und Armut im Land gründete sie 1992 gemeinsam mit ihrem Mann den gemeinnützigen Verein Albania-Austria Partnerschaft. Schwerpunkte der Arbeit sind Bildung und Gesundheitsversorgung, Kinderrechte, Brückenbau in Bergdörfern, Brunnenbau, Frauenprojekte, Friedensprojekte, Minoritätenschutz, kultureller und interreligiöser Dialog, Ökologie, Stärkung der Kleinbauern sowie Obstbaumpflanzungen. Ende der 1990er-jahre von der Flüchtlingswelle aus dem Kosovo konfrontiert, wurden bis zu 13.000 Flüchtlinge, bis zu Ihrer Rückkehr in den Kosovo versorgt. Ein Zentrum für traumatisierte Kinder, multiethnische Kindergärten und Jugendstätten, Schafherdenaufbau und landwirtschaftliche Unterstützung waren weitere Hilfsaktivitäten im Kosovo.

Gerhard Köstl

Bereits während seines Medizinstudiums und den in dieser Zeit unternommenen Reisen in den Nahen Osten und nach Nordafrika begann der Wunsch in Gerhard Köstl zu reifen, Menschen in Ländern zu helfen, in denen nicht einmal eine gesundheitliche Basisversorgung möglich ist oder deren Gesundheitssystem durch Katastrophen und Kriege beeinträchtigt oder überfordert ist.

Für den steirischen Familienvater, der über langjährige berufliche Erfahrung als Arzt mit Schwerpunkt auf Pädiatrie verfügt, sind der Wunsch zu helfen und die Herausforderung eines neuen und anderen medizinischen Aufgabenbereichs die wichtigsten Motive für seine Entscheidung, sich bei Ärzte ohne Grenzen zu engagieren.

Sein Hilfseinsatz führte ihn 2006 sechs Monate lang an die Elfenbeinküste.

Helmut Markfelder

Als Kind empfand ich die verbale Sprache als Krücke mit der ich mich durch die Welt schleppen mußte.

Dann entdeckte ich die Musik, meine eigentliche Muttersprache.

Ich hatte den Code in Händen, der es mir ermöglichte mit allen Menschen zu kommunizieren, egal woher sie kamen. Leichtigkeit machte sich breit. Dieses Buch handelt davon, das zu leben wovon ihr träumt!

Be yourself, nobody else can!

Glaube/Religion

SlotMoDiMiDoFr
9-12h Glettler, Buddhismus Miklas Glettler, Buddhismus Haditsch, Buddhismus Glettler, Buddhismus
16-19h Miklas, Buddhismus Glettler, Buddhismus Haditsch, Buddhismus Buddhismus

Hermann Glettler

Der katholische Priester aus dem Bezirk Gries, versucht mit unterschiedlichsten Initiativen ein gastfreundliches Klima im buntesten Stadtteil von Graz zu schaffen. Die Andräpfarre, die er seit über 10 Jahren leitet, ist bekannt für ihr soziales Engagement, aber auch für neue Impulse, wenn es darum geht, den christlichen Glauben für heute zu entdecken. Ein weiteres Aktionsfeld des Pfarrers ist der Dialog mit zeitgenössischer Kunst, der er sehr konsequent ein Heimatrecht in seiner Barockkirche (Andrä Kunst) eingeräumt hat. Im Crossover unterschiedlichster Themenfelder - von spirituellen Fragen und Kirchenthemen bis hin zu Fragen über Migration und internationale Zusammenarbeit besteht die Möglichkeit sich mit diesem Buch auszutauschen.

Hermann Miklas

Es war mir nicht von vornherein in die Wiege gelegt, dass ich einmal in der Evangelischen Kirche – und noch dazu in führender Position – tätig sein würde. Dahinter steht eine lange persönliche Entwicklung, die mich gelehrt hat, Menschen ohne Vorurteile so zu akzeptieren, wie sie sind. So verstehe ich auch das Evangelium von Jesus Christus – nicht als eine Ansammlung von Regeln und Verboten, sondern als ein Lebensbuch von Begegnungs-Geschichten, in denen Menschen durch die Liebe Gottes die Kraft bekommen haben, Veränderungsschritte zu wagen.

Johann Georg Haditsch

Schon als Lehrender an der Montanuni Leoben habe ich mich für den Ressourcen schonenden Umgang mit der Natur eingesetzt. Als delegierter zur ersten Europäisch-Ökumenischen Versammlung in Basel 1989 war ich an der Selbstverpflichtungserklärung der Kirchen für „Friede, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ beteiligt. Und als Umweltbeauftragter der Evangelischen Kirche heute ist mir die Verbindung zwischen Spiritualität und ökologischem Bewusstsein ein zentrales Anliegen. Insbesondere liegt mir der Umgang mit dem kostbaren Gut Wasser am Herzen.

Buddhismus

SlotMoDiMiDoFr
9-12h JamYang(ab 11h) JamYang(bis 10h), Aldrian(ab 10h) JamYang(bis 10h), Aldrian(ab 10h) JamYang(bis 10h), Aldrian(ab 10h)
16-19h Klell, Aldrian(ab 17) Jamyang(bis 17h), Aldrian(ab 17h), Klell(ab 18h) Klell(ab 17h) JamYang(bis 18h), Klell(ab 18h)

Michael Aldrian

Michael ist Buddhistischer Religionslehrer für Steiermark. Er unterrichtet seit sechs Jahren alle Altersstufen an öffentlichen Schulen in Graz.

Nach Jahren des Lernens und der individuellen Praxis war es sein Wunsch mit Menschen zu arbeiten, um die Erfahrungen und Inhalte weiterzugeben.

Er engagiert sich außerdem in der Jugendarbeit für Konfliktkultur und Integration, musiziert gerne und spielt auch Theater.

Das „Buch“ handelt vom Potenzial in jedem Menschen, von der inneren Ruhe und vom Glück das in diesem Leben erreichbar ist. Im Anhang gibt es auch Erklärungen und Hilfestellungen für die eigene Praxis.

Mögen alle glücklich sein und die Ursachen für Glück erleben!

Barbara Klell

Seit 1978 beschäftige ich mich mit körperlichen und geistigen „Entwicklungstechniken“. Erst angetrieben von jugendlicher Neugier und später fasziniert von der Wirkung asiatischer Yoga- und Meditationstechniken habe ich Vieles ausprobiert und 1994 im tibetischen Buddhismus meine spirituelle Heimat gefunden.

Inspiriert haben mich die tibetischen Lamas mit der Logik der buddhistischen Lehre und der Authentizität ihrer Herzenswärme. Allen voran natürlich S. H. der 14. Dalai Lama, dem ich im Rahmen der Organisation der Kalachakra 2002 in Graz nahe kommen durfte. In meiner Familie und in meinem Beruf als Physiotherapeutin in der Psychiatrie versuche ich die Geisteshaltung der Buddhistischen Lehre – Toleranz, Mitgefühl und geistige Klarheit – auch im Alltag in die Praxis umzusetzen.

Ani Tenzin Jamyang / Barbara Zweytick

Ani Tenzin Jamyang ist tibetisch buddhistische Nonne und Leiterin der buddhistischen Zentren She Drup Ling Graz und Kalachakra Kalapa Center in Garanas.

Im Alter von 12 Jahren wurde ihr klar, dass sie niemals glücklich sein könne, solange so viele Wesen auf diesem Planeten leiden. Dieser Erkenntnis entsprang ihre Motivation zum Handeln, beizutragen, das Leid in der Welt zu verringern.

Während des Studiums der Psychologie & Pädagogik in Graz, einer Theaterausbildung und 10 Jahren als Schauspielerin und Theaterpädagogin war sie auf der Suche nach Methoden um Körper und Bewußtsein weiter zu entwicklen.

Überzeugt haben sie Unterweisungen und Methoden der buddhistischen Philosophie und Psychologie, die sie auf Indienreisen und in europäischen Zentren kennengelernt hat.

Das Buch handelt davon, Verantwortung für sein Leben und das der anderen zu übernehmen, einen klaren Geist und ein offenes Herz zu entwickeln.

Medien / Bürgeraktion

SlotMoDiMiDoFr
9-12h Romy, Sandra Romy Romy, Peter, Tschmelak Vasold Romy, Sandra
16-19h Romy Romy Peter Romy, Vasold Romy

Peter Rabensteiner und Sandra Krautwaschl

Ich bin ein Buch, das von einem Versuch handelt, einem wahnwitzigen Treiben nicht weiter tatenlos zu zusehen.

Als ich vor einem halben Jahr den Film „Plastic Planet“ zum ersten Mal gesehen hatte, war ich nicht nur tief betroffen, sondern auch fest entschlossen….etwas zu verändern!!

Ich bin ein Buch, das davon erzählt, wie leicht und wie angenehm es sein kann, gesundheits- und umweltschädigende Kunststoffe , zu vermeiden, indem man sie einfach nicht mehr kauft und wo nötig nach Alternativen sucht. Der Versuch von dem ich Euch erzählen möchte handelt außerdem davon, wie wir es als 5-köpfige Familie geschafft haben, unsere Müllmenge um ca. 80 bis 90 Prozent zu reduzieren.

Und wie Ihr vielleicht schon bemerkt habt: Ich bin auch ein Buch über die Hoffnung!

Romy Grasgruber

Vor ungefähr einem Jahr saßen zwei Studentinnen in einem Wiener Gastgarten und beschwerten sich - wie schon so oft zuvor - über eine Politik der Hetze gegen - und Ausgrenzung von Bevölkerungsgruppen in Österreich, die zu diesem Zeitpunkt einen neuen Höhepunkt erreicht hatte.

„Wer schweigt, stimmt zu“ dachten sie sich und konnten es nicht mehr länger vor sich vertreten „zuzustimmen“. Sie wünschten sich ein starkes Zeichen FÜR Vielfalt, Respekt, Menschenwürde und Zivilcourage.

So wurde die Idee einer Lichterkette ums Parlament geboren, zu der sich, 4 Wochen später, mehr als 6000 Menschen versammelten. Ich bin eine der beiden Studentinnen und handle - als living book - von gewaltfreiem Widerstand, sowie unseren Möglichkeiten etwas verändern zu können.

Damals wie heute gilt für mich:„Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche“

Michael Vasold

Ich kann Dir versuchen zu erklären, warum ich glücklich bin:

Aktiv in NGOs mitzumachen gibt dem Leben nicht nur mehr Sinn, sondern hat auch so seine Tücken. Wenn Parteien und Religion nicht die gewünschten Antworten haben, bleiben nicht nur die Freiwillige Feuerwehr, das Rote Kreuz oder der Fussballverein über - ein Blick über den Tellerrand oder ins Internet eröffnet neue Perspektiven.

Ein persönliches Gespräch könnte Dein Einstieg in die Zivilgesellschaft sein.

Ein Funke verglüht im Irgendwo, viele entfachen ein Feuer!

Dietmar Tschmelak

Dietmar Tschmelak ist Programmchef von Radio Soundportal und seit 20 Jahren in der Grazer Jugend - und Popkultur tätig. Veranstaltet pro Jahr rund 100 Live Shows sowohl mit internationalen Größen, als auch mit heimischen Newcomer-Acts.

Gleichberechtigung

SlotMoDiMiDoFr
9-12h Walch, Pichler Klopf, Boxler Markart, Levc Klopf Markart,Walch, Kuhn (ab 10)
16-19h Tetens, Pichler, Buchinger Tetens, Boxler Levc (bis 18h30), Walch, Tetens, Kuhn (ab 17), Hochwald Kuhn (ab 17), Hochwald Walch, Kuhn (ab 17)

Ulli Walch

„Homo6ualität ist doch nicht normal!“- stellt sich die Frage, was ist schon „normal“ und wer sagt überhaupt, dass „normal“ gleich „gut“ ist?! Als Sie sich ihrer Neigung zu anderen Frauen bewusst wurde, überwog das Positive jedenfalls bei weitem. Die Welt als Running-Sushi-Restaurant, welches eine Bandbreite an Auswahlmöglichkeiten und Freiheiten bietet- wie sie die neue Erkenntnis beschrieb- wer könnte da schon widerstehen?! Die Mutter zweier Kinder hat die Chance jedenfalls ergriffen und hat sich auf ein Leben und Lieben mit Gleichgeschlechtlichen eingelassen- ohne Reue und beinahe störungsfrei, gäbe es nicht immer noch zahlreiche Menschen die diesem Thema mit weniger Toleranz und-besonders beliebt bei Männern- mit blöden Sprüchen und realitätsfernen Fantasien vom wilden 6 mit Lesben begegnen würden…

Silvia Markart

ich lese, reise und lebe gerne. ich bin „haushaltsvorstand“ einer regenbogenfamilie. zuhören ist wichtig in meinem beruf, zuhören ist grundlage des zusammenlebens. für meine freiheit übernehme ich auch die verantwortung. die wahrheit ist dem menschen zumutbar (ingeborg bachmann)

Natasha Tetens

ich erlebe den wechsel der jahreszeiten gerne in meinem garten. ich liebe die sonne und das meer, silvia, lina und finn. ich sammle buchstaben und bin somit „hüterin“ des vergänglichen. ich träume vom erscheinen meines ersten foto-bildbandes.

Gerald Kuhn

Selbstbestimmte 6ualität ist ein wichtiges Element in unserem Leben.

Niemand, weder Staaten noch Religionen, haben aus einer humanistischen Menschenrechtssicht das Recht uns Individuen vorzuschreiben welche Form der 6ualität (Homo-, Bi-, Hetero- oder A6ualität) wir als Frauen, Männer, trans- oder inter6uelle Menschen ausleben.

Obwohl in Teilbereichen wie Antidiskriminierungsgesetze, Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Menschen, Anerkennung für Transgender-Personen in einigen Ländern weltweit positive Schritte sichtbar werden, dürfen die zahlreichen Hatecrimes (auch in Europa und den USA), die Todesstrafen für verschiedene 6uelle Lebensweisen in etlichen Ländern und laufende Diskriminierungen im Alltag weltweit nicht außer Acht gelassen werden.

Akzeptanz und gleichwertiges Nebeneinander verschiedener Lebensentwürfe müssen einen Platz in den verschiedenen Gesellschaften haben.

Barbara Levc

Blind zu sein ist anders. Anders als was? Sind blinde Menschen anders als …? Blinde Menschen sind behindert, aber was oder wer behindert hier eigentlich? Und was hat das alles mit „ewiger Finsternis“ oder „Man sieht nur mit dem Herzen gut.“ Zu tun?

Ulla Klopf

Mit meiner Homo6ualität gehe ich weder „hausieren“ noch verstecke ich mich. Mir geht es um Selbstverständlichkeit und Selbstbewußtsein. Wohl wissend, dass den Möglichkeiten (zB: „Verpartnerung“ - welch unmögliches Wort!) die jetzt bestehen sehr lange „Kämpfe“ vorangegangen sind und dass noch lange nicht alles erreicht wurde, um von tatsächlicher „gelebter Gleichberechtigung“ sprechen zu können. Bei der Arbeit für die Ausstellungsgestaltung von „l[i]eben - uferlos und andersrum“ im Grazer Volkskundemuseum konnte ich interessante Erfahrungen sammeln.

Markus Boxler

Ich bin nicht nur ein Homo6ueller! Ich bin in erster Linie ein Mensch mit zahlreichen Eigenschaften, unter vielen anderen eben auch schwul. Als Künstler bewege ich mich in einem Umfeld, das mit Homo6ualität meistens sehr gelassen umgeht. Das hat mir geholfen zu erkennen, dass ein Mensch nicht nur über seine 6ualität zu definieren ist. Mit diesem Bewusstsein wiederum kann man seine 6ualität viel entspannter leben. Denn jeder Mensch ist anders!

Herbert Pichler

„Bring Freude und Strahlen zu den Menschen und öffne ihre Herzen“ – dies ist mein Lebensprinzip, woraus mein Lebensinhalt resultiert „Menschen ein Stück ihres Weges vom Rande der Gesellschaft in die Mitte zu begleiten“.

Warum ist es so, wie es ist? Ich wurde in Passau mit einer Körperbehinderung geboren und hatte aufgrund dessen nicht dieselben Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten wie andere Kinder, da ich als 8 Jähriger 300 km weit von meinem Elternhaus entfernt in die Sonderschule mit einem angeschlossenen Internat alleine nach Wien gekommen bin und fortan auf mich alleine in der Großstadt gestellt und angewiesen war.

Anstatt nach der Absolvierung der Sonderschule den damals für mich vorgesehenen Beschäftigungstherapieplatz anzunehmen, bildete ich mich im 2. Bildungsweg fort, entwickelte mich weiter um heute andere Menschen, welche gerade vom Schatten ihres Lebens eingeholt werden wieder ein Stück in die Mitte ihres Lichts zu begleiten.

Erwin Buchinger

Als Anwalt für Gleichbehandlungsfragen, wurde Erwin Buchinger zum österreichischen Behindertenanwalt 2009 berufen.

Eines seiner wichtigsten Anliegen, ist das „Recht auf Arbeit“, durch sozialrechtlich abgesicherte Beschäftigung für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Behinderung und ein verstärktes Angebot an Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für Jugendliche mit Beeinträchtigungen.

Für eine hohe soziale Spende ließ er seine Haare stutzen und arbeitete an freien Wochenenden in betreuten Wohneinheiten um den Bezug zum wirklichen Leben zu bewahren.

Aaron Hochwald

Dualität

Das bekannte Konzept der Dualität und der Trennung ist tief in der (westlichen) Gesellschaft verankert, es wirkt sogar tiefer ins System des menschlichen Geistes hinein, als den Meisten auf dem ersten Blick überhaupt bewusst zu sein scheint.

Sogar in unserer Sprache wenden wir sie unterbewusst an. Denn sobald irgendjemandem sprachlich eine Eigenschaft zugeschrieben wird, wird diese Personen automatisch in getrennter Weise zum Rest verstanden.

Die Unvollkommenheit unserer Sprache führt letzten Endes auch dazu, dass wir unsere Hauptaufmerksamkeit nach Außen lenken und fieberhaft nach Kriterien zu suchen, die uns individuell vom Andern abheben. Wir haben zuviel Angst davor, unseren Blick nach innen zu richten, uns selbst als Teil eines größeren Kreislaufes zu erkennen, und auf unsere Gemeinsamkeiten zu vertrauen.

Ich möchte dazu aufrufen, bewusst und mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, und sich selbst, wie auch Andern gegenüber Respekt zuzugestehen und entgegenzubringen. Das Konzept der Trennung ist nach meiner Meinung reine, Illusion, die aus der Angst, uns selbst zu akzeptieren, entsteht.

Wenn ihr mich als „behindert“, „anders“, oder „abnormal“ kategorisieren, oder in sonst eine Schublade stecken wollt, dann tut das mit dem Bewusstsein, dadurch in erster Linie eurer Angst Ausdruck zu verleihen und Kraft zu geben.

Kinder in Not

SlotMoDiMiDoFr
9-12h Rupp, Ohersthaller Schober-Selinger, Rupp Mayer, Stocker Mayer Laminger-Purgstaller
16-19h Rupp Rupp Stocker

Hannes Ohersthaller

Vom Auseinandergehen

Begegnung und Trennung sind bedeutsame Momente quer durch unser Leben. Als Übergangssituationen heben wir sie mit Ritualen der Begrüßung und Verabschiedung besonders hervor: Hand geben, Umarmung, Ausdruck von Freude oder Trauer, Drücken … Große Momente der Begegnung (Geburt, Hochzeit …) feiern wir mit Festen; bei lang dauernden oder endgültigen Trennungen (Tod, Begräbnis) versuchen wir uns durch besondere Rituale und Zeremonien zu trösten. Für die Trennung einer Partnerschaft, die Scheidung einer Ehe gelten scheinbar andere Regeln. Es gelingt nur selten, diese Form von Abschied mit würdevoller Achtsamkeit, mit entlastender Lösung zu zelebrieren. Stattdessen dominieren Abwertung, Vernichtungswünsche, Streit um Aufteilung der Wirtschaftsgüter, Kampf um und über die Kinder. Das gibt viel Stoff für Literatur und Film, viel Geld für Rechtsanwälte, viel Arbeit für die Therapie aber eben auch viel Leid für Scheidungsleichen und Scheidungswaisen …

Fritz Mayer

Ich handle von der Notwendigkeit väterlicher und männlicher Präsenz für das Erwachsenwerden von Jugendlichen und besonders von jungen Männern. Neben professionellen sozialpädagogischem Wissen und Fertigkeiten stellt dieses zur Verfügung stellen erwachsener männlicher Identität eine wichtige Ressource gerade für jene Jugendlichen dar, die, aus Schwierigem kommend, selbst begonnen haben „Schwierigkeiten“ zu machen. Vor dem gesellschaftlichen Hintergrund vieler vaterloser Familien und dem Mangel an männlichen Mitarbeitern in pädagogischen Berufen ist diese Herausforderung umso größer.

Ursula Schober-Selinger

Wußten Sie schon, dass Familien Türen haben? Nein?!

Dann beginnen wir besser mit Vertrauterem, mit Türen, die Zimmer in Häusern miteinander verbinden. Zimmertüren ermöglichen uns auf zweierlei Weise eine Beziehung zu unserer Umwelt. Wir können die Türen schließen, um uns abzugrenzen, oder sie öffnen, um Kontakt aufzunehmen. Wie mit Türen umgegangen wird, soll uns im folgenden als Metapher dienen für die Beziehung von Autonomie und Gemeinsamkeit. Das Beziehungsklima einer Familie wird weitgehend dadurch bestimmt, wie sich ihre Mitglieder zwischenmenschliche Türen vorstellen und wie sie damit umgehen. Es macht einen großen Unterschied, ob eine Familie Türen für überflüssig hält und sie aushängt, oder ob sie die zwischenmenschlichen Türen gut abschließt und mit Riegeln und Schlössern sichert. Es macht auch einen Unterschied, ob die Türen beidseitig Griffe haben oder nur an einer Seite, ob man anzuklopfen pflegt, bevor man eintritt, oder ob jeder zu jedem jederzeit Zutritt hat.

Wir betrachten magersüchtiges Verhalten als einen aktiven Versuch der Selbstheilung. Mit ihren Hungerstreik versuchen diese Mädchen und jungen Frauen, Grenzwände aufzubauen, wenn sie zuviel Einmischung erleben, oder Gemeinsankeit herstellen, wenn Trennung droht, oder sie sich ausgeschlossen fühlen. Das Tragische ist, dass sie sich dabei einmauern und die Tür von innen zuzuhalten versuchen…….

Maria Stocker

KUNSTTHERAPIE und WHITE CRANE SILAT Was haben KUNST und KREATIVITÄT, BEWEGUNG und ACHTSAMKEIT mit

THERAPIE, SEELISCHER GESUNDHEIT und PERSÖNLICHKEITSENTFALTUNG zu tun? Antworten auf diese Frage und Vieles, was Sie an Kunst- und Gestaltungstherapie sowie an White Crane Silat - einer ganzheitlichen asiatischen Lehre und Praxis zur Förderung von Gesundheit, Persönlichkeitsentwicklung und Schulung des Geistes - interessiert, können Sie in diesem Buch finden.

Barbara Rupp

„In dem Augenblick, in dem man anfängt, das zu tun, was man immer schon tun wollte, beginnt ein neues Leben“.

(Buckminster Fuller)

Schon als Kind sah ich mich als Missionsärztin in Afrika und dieser Kontinent hat mich nie losgelassen. Doch erst viel später konnte ich meinen Kindheitstraum – in etwas anderer Form – verwirklichen. Seit fünf Jahren versuchen wir (der Verein Youthcare International) Kindern in zwei Ländern Afrikas durch Erziehung und Ausbildung die Chance auf eine bessere Zukunft zu geben.

Roswitha Laminger-Purgstaller

„Es ist nicht gut, sich ohne Freund auf den Weg zu machen; Dann hat man keinen, zu dem man sagen kann: Ich fürchte mich.“

„zufrieden bilder und worte finden schreien wahrnehmen selber leben und lieben

frei von alten wunden heilsam öffnen spüren leuchten sich berühren lassen“

maria koch



Viele Kinder und Jugendliche haben in unserer Gesellschaft kein Zuhause. Davon kann man sich ein Bild machen, wenn man die jüngsten Daten und Studien der Jugendwohlfahrt liest. Kinder und Jugendliche suchen sich diese Situation nicht aus. Ein Zuhause in Würde und Wärme ist das Ziel unserer Arbeit. Zum einen begleiten wir Familien, damit ein neu gestaltetes Miteinander möglich wird. Manchmal ist es für Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr möglich in ihrer Familie zu leben. - Fremdunterbringung: So lautet die gängige Bezeichnung für die Betreuung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen in einer Einrichtung außerhalb ihres ursprünglichen Familienverbandes. Die für Kinder Jugendlichen schmerzvollen Erfahrungen und die machtvolle Sehnsucht wieder ein Zuhause zu finden prägt unsere Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Zeitzeugen (1/2)

SlotMoDiMiDoFr
9-12h Popper Popper
16-19h Popper Popper

Ludwig Popper

Briefe aus einer versinkenden Welt

„… mit einem geträumten Visum wird man mich schwerlich nach Amerika einreisen lassen …“ schrieb mein Vater im Jahr 1939 in einem Brief an meine Mutter in Wien.

Statt in den angestrebten USA, dem Traumziel jedenfalls für Asyl suchende jüdische Ärzte aus Europa, war er schließlich in Bolivien, in Südamerika gelandet. Bis dahin hatte er einen bürokratischen Kleinkrieg geführt gegen eine verständnislose Welt, wie sie sich heute noch Asylsuchenden entgegenstellt.

Nach acht Jahren in Bolivien war meine inzwischen sechsköpfige Familie Ende 1947 in das befreite Österreich zurückgekehrt.

Zeitgeschichte über eine Kindheit die in Österreich begann und mich bis nach Bolivien und wieder retour führte, eine Geschichte die informativ ist wie eine Dokumentation und spannend wie ein Krimi.

Diskussion

, 2011/04/17 06:25

Walikng in the presence of giants here. Cool thinking all around!

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buecherdorf/texte.txt · Zuletzt geändert: 2010/06/07 21:30 von eitzenbe
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